{"id":77,"date":"2017-03-11T22:19:39","date_gmt":"2017-03-11T22:19:39","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/?page_id=77"},"modified":"2017-10-09T13:48:07","modified_gmt":"2017-10-09T13:48:07","slug":"resistance-und-todesmarsch","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/?page_id=77","title":{"rendered":"\u00bbR\u00e9sistance und Todesmarsch\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Paul Le Goupil<br \/>\n<\/strong>Ein Franzose in Auschwitz, Buchenwald, Halberstadt und Langenstein<br \/>\n\u00dcbersetzt und Bearbeitet von Pierre Dietz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/plg_umschlag_05_0196.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-81 size-full\" src=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/plg_umschlag_05_0196.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"294\" \/><\/a><\/p>\n<p>Umfang: Paperback, 424 Seiten<br \/>\nAutor: Paul Le Goupil<br \/>\n\u00dcbersetzer: Pierre Dietz<br \/>\nVerlag: Edition AV<br \/>\nISBN: 978-3-86841-137-9<br \/>\nPreis: 16 \u20ac<\/p>\n<p>Paul Le Goupil bereitet sich gerade auf sein Studium als Grundschullehrer vor, als die Kirchenglocken den Kriegsbeginn verk\u00fcnden. Nach dem Einmarsch der Deutschen gibt es f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zunehmend Einschr\u00e4nkungen. Seine Emp\u00f6rung dar\u00fcber, dass immer mehr Franzosen nach Deutschland in den Arbeitsdienst gezwungen werden, l\u00e4sst ihn Mitglied der Resistance werden. Als er selbst nach Deutschland soll, geht er in den Untergrund. Ein Kaplan, bei dem er untergetaucht ist, l\u00e4sst alle Vorsichtsma\u00dfnahmen au\u00dfer Acht. Dadurch wird ein Maulwurf der Gestapo auf ihn aufmerksam. Er wird verhaftet und gefoltert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-80\" src=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/zelle-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/zelle-300x300.jpg 300w, http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/zelle-150x150.jpg 150w, http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/zelle.jpg 666w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><br \/>\n<em>Blick in die Zelle\u00a0in Bonne Nouvelle<\/em><\/p>\n<p>Dann, eingepfercht in einem Viehwagen der Reichsbahn, wird er von Compi\u00e8gne nach Auschwitz deportiert. Kurz darauf f\u00fchrt ihn seine Odyssee nach Buchenwald. Er \u00fcbersteht einen Bombenangriff auf die Fabriken und kommt als Zwangsarbeiter in das Lager Langenstein-Zwieberge. Nur wenige \u00fcberleben hier die Torturen in den Tunneln der nationalsozialistischen R\u00fcstungsindustrie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/langenstein.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-82 size-medium\" src=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/langenstein-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/langenstein-300x300.jpg 300w, http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/langenstein-150x150.jpg 150w, http:\/\/wordpress.pierre-dietz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/langenstein.jpg 666w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><em>3D-Darstellung des Lagers Langenstein-Zwieberge (Ausschnitt).<\/em><\/p>\n<p>Das Reich ist kurz vor dem Zusammenbruch, als er und seine Kameraden evakuiert werden. In einem zw\u00f6lft\u00e4gigen Todesmarsch legen sie \u00fcber dreihundert-zwanzig Kilometer zur\u00fcck. Wer nicht mehr weiter kann, wird von der SS erschossen.<\/p>\n<p>Durch Fakten zur Geschichte und Daten zu Personen erg\u00e4nzt. Zahlreiche Grafiken und Fotos helfen, das Geschehene zu begreifen.<\/p>\n<p><strong>Nachruf<\/strong><\/p>\n<p>Paul Le Goupil hat uns am 10. September 2017 f\u00fcr immer verlassen.<\/p>\n<p>Der Franzose aus der Normandie wurde am 12. Dezember 1922 in der Polizeiwache von Connerr\u00e9 geboren, in dem sein Vater als Polizist\u00a0 besch\u00e4ftigt war. Ende 1942, nach seinem Studium zum Lehramt und einer\u00a0 ersten Anstellung als Lehrer, ging er in den Widerstand. Dort schloss er\u00a0sich dem \u00bbFront patriotique de la jeunesse\u00ab (FPJ) an. Er machte schnell\u00a0Karriere und war f\u00fcr vierhundert junge Freiheitsk\u00e4mpfer verantwortlich.\u00a0Im Oktober 1943 wurde er in Montville von der Gestapo verhaftet und\u00a0w\u00e4hrend 183 Tagen im Gef\u00e4ngnis von Rouen in Einzelhaft gesperrt.<\/p>\n<p>Im April 1944 wurde Paul Le Goupil \u00fcber Compi\u00e8gne nach Auschwitz\u00a0deportiert und bekam die Nummer 185899 auf den Unterarm t\u00e4towiert. Im\u00a0Mai 1944 erfolgte die Verlegung nach Buchenwald. Nach dem Bombenangriff\u00a0auf die DAW, Gustloff- und Mibau-Werke im August 1944 wurde er auf ein\u00a0\u00bbKommando\u00ab nach Halberstadt in eine Flugzeugfabrik verlegt. Die\u00a0Produktion kam zum Erliegen und so geriet er in das Konzentrationslager\u00a0Langenstein-Zwieberge. Als sich amerikanische Verb\u00e4nde dem Lager\u00a0n\u00e4herten, wurde er auf einen Todesmarsch geschickt. Am 30. April 1945\u00a0wurde er von den Amerikanern befreit, nachdem er viele seiner Kameraden\u00a0verloren hatte. Erst am 30. Mai konnte er nach Frankreich zur\u00fcckkehren.\u00a0Er gr\u00fcndete eine Familie und wurde Direktor einer Schule.<\/p>\n<p>Paul Le Goupil ist nie m\u00fcde geworden, die Erinnerung an das Leid der von\u00a0den Nazis verschleppten Franzosen aufrecht zu erhalten. Er hat viele\u00a0B\u00fccher zum Thema geschrieben und sich um die Aufarbeitung des Archivs in\u00a0Caen gek\u00fcmmert. Das Buch \u00bbResistance und Todesmarsch\u00ab ist auf deutsch im\u00a0Verlag Edition AV erschienen. Noch im Mai 2017 ist er f\u00fcr sein\u00a0Engagement \u2013 unterdessen 95-j\u00e4hrig \u2013 zum Offizier der Ehrenlegion\u00a0ernannt worden.<\/p>\n<p>Als ich Paul kennenlernte, standen wir gemeinsam in seiner K\u00fcche. Er\u00a0bereitete uns einen Kaffee zu und wir unterhielten uns \u00fcber mein Buch\u00a0und den Film \u00bbBriefe aus der Deportation\u00ab. Er bat mich, sein Buch zu\u00a0\u00fcbersetzen und ich schlug ihm vor, dies geschichtlich zu erg\u00e4nzen. Vor\u00a0mir stand ein geistig reger und r\u00fcstiger Mann, dem man sein wahres Alter\u00a0von neunzig Jahren nicht ansah. Erst nach einer halben Stunde\u00a0gemeinsamen Stehens, st\u00fctzte sich Paul ein wenig am Tisch ab, was mich\u00a0schwer beeindruckt hat.<\/p>\n<p>Im Laufe unserer gemeinsamen Zusammenarbeit sind wir gute Freunde\u00a0geworden. Mir werden sein Rat, seine Intelligenz und sein klarer\u00a0analytischer Verstand sehr fehlen. Leider ist mit ihm einer der letzten\u00a0Mahner gegen den Faschismus gegangen, der unter den barbarischen\u00a0Methoden der \u00bbVernichtung durch Arbeit\u00ab gelitten hat.<\/p>\n<p>Pierre Dietz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul Le Goupil Ein Franzose in Auschwitz, Buchenwald, Halberstadt und Langenstein \u00dcbersetzt und Bearbeitet von Pierre Dietz. 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